Bericht Jugendaustausch mit Israel Ostern 2018

Israel 2018

Ende März startete der Jugendaustausch nach Beer Sheva, der „Hauptstadt der Wüste Negev“ in Israel. Elf Jugendliche und drei Betreuer freuten sich, das Land, die Menschen und eine andere Kultur kennen zu lernen. Beer Sheva, übersetzt „Sieben Brunnen“, ist eine moderne Studentenstadt mit ca. 220.000 Einwohnern. Nach dem herzlichen Empfang lernten die Jugendlichen ihre Austauschpartner mit deren Familien kennen.

Das Programm war interessant und abwechslungsreich. Stadtführungen und Museen (welche moderner und abwechslungsreicher als bei uns in Deutschland sind) in Beer Sheva, Jerusalem, Jaffa und Tel Aviv gehörten ebenso zum Programm wie der Besuch des Holocaust-Museums Yad Vashem, der bedeutendsten Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert.

In der Karwoche in Jerusalem zu sein ist eine besondere Erfahrung. Die „Old City“ mit der Via Dolorosa (Kreuzweg), dem Raum des letzten Abendmahls und der Grabeskirche auf christlicher Seite sowie die Klagemauer als höchstes jüdisches Heiligtum direkt vor Ort zu besichtigen ist überwältigend. Aber auch den „neuen“ Teil der Weltstadt, welche wir mit einer Tasting-Tour erleben durften war nicht weniger beeindruckend.

Nach den vielen Fußmärschen war der Tag am Toten Meer sehr erholsam. Auch genoss jeder die einzigartige Erfahrung am tiefsten Punkt der Erde zu schwimmen oder besser gesagt sich herumtreiben zu lassen.

Einen besonderen Programmpunkt stellen die Familientage dar. Hier ist die Programmgestaltung den Gastfamilien mit überlassen. Reisen nach Eilat, Badeausflüge ans Tote Meer, Shopping-Touren durch die riesen Einkaufszentren oder einfach nur Grillpartys mit den neuen Freunden… hier lassen sich die Austauschpartner richtig was einfallen. Aber auch die Betreuer auf deutscher Seite sind froh, mal einen Tag entspannen zu können. An einem der Familientage war das Pessach-Fest. Hier feiern die Juden die Befreiung aus der Sklaverei sowie den Auszug aus Ägypten.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Kibbuz Hatzerim. Neben der Produktion von Jojobaöl entwickelt dieses Kibbuz auch Bewässerungsanlagen und ist auf diesem Gebiet Weltmarktführer.

Ein Ausflug in die Wüste, nämlich zum Krater Mitzpe Ramon, gehört natürlich zu einer Israelreise dazu. Durch die regenbedingte Abtragung von Sandstein entstand eine einzigartige Landschaft mitten in der Wüste Negev.

Viel zu schnell ging der Aufenthalt in Israel zu Ende. Jedoch ist die Freude groß, unsere neuen Freunde in den Sommerferien in Rosenheim begrüßen zu dürfen.

Text: Georg Machl

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