Archiv der Kategorie: Berichte

Bericht Pfingsten im Sattel – 2019

Reiterfreizeit – nur für Mädchen – in den Pfingstferien

Für sechs Tage auf einem Pferdehof übernachten, direkt über den Pferden auf dem Heuboden, täglich in den Stall und reiten dürfen – dies konnten 12 Mädels aus dem Landkreis Rosenheim in der ersten Pfingstferien-Woche erleben. Die alljährliche Reiterfreizeit für 12- bis 15-Jährige hat heuer erstmals der Kreisjugendring als Träger veranstaltet.

Vor dem Frühstück ging es in den Pferdestall zum Füttern und Stall ausmisten. Nach der kurzen morgendlichen eigenen Stärkung gab es in zwei Kleingruppen Reitstunden. Nachmittags wurden neue Putzsäcke bemalt, die Sattelkammer aus- und aufgeräumt (inkl. Zaumzeug putzen) oder es gab zusätzliche Stunden mit den Pferden, auch eine Voltigierstunde stand auf dem Programm.

Auch für 2020 ist diese Freizeit für Mädchen wieder geplant – weitere Infos gibt es ab circa Januar/Februar 2020 auf der KJR-Homepage und über die örtliche Presse.

=> Hier geht’s zur Galerie

Bericht Frühjahrsvollversammlung – 15.05.2019

Frühjahrsvollversammlung 2019

Jugend ermöglichen – Ich will etwas bewegen

Ganz im Zeichen der Jugendarbeit stand die Vollversammlung des Kreisjugendringes Rosenheim, die im Pfarrheim Christkönig in Degerndorf stattfand. Neben den anwesenden Delegierten, begrüßte die Vorsitzende Erika Spohn Michaela Truß-Bornemann und Carola Kellner von der Kommunalen Jugendarbeit und Franziska Mandl, Abteilungsleiterin im Landratsamt für Jugend, Familie, Soziales und Kommunales herzlich. Ebenso ging ihr Gruß an Marianne Steindlmüller, 1. Bürgermeisterin aus Frasdorf sowie den Vorstand Janis Michal des KJR Ebersberg und dessen neuen Geschäftsführer Philipp Spiegelsberger.

Als Vertreterin des Landkreises hatte die stellvertretende Landrätin Alexandra Burgmaier ein Grußwort mitgebracht und freute sich darüber, dass der KJR wieder einmal Station im Inntal machte und eine spannende Tagesordnung mitgebracht hatte. „Jugend will bewegen und Jugend ist unsere Hoffnung. Mit Engagement, Zusammenhalt und Füreinander Dasein soll es zur Verbesserung aller kommen.“

Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit und der Beschlussfassung der vorliegenden Tagesordnung, genehmigte das Versammlungsgremium das Protokoll der vergangenen Herbstvollversammlung ohne Einwände. Der Tagesordnungspunkt „Feststellungsbeschlüsse“ entfiel und Dringlichkeitsanträge lagen keine vor.

„Jugend ermöglichen – „Ich will was bewegen!“ Unter diesem Motto möchte der Kreisjugendring nicht nur zu Wahlen jugendpolitisch aktiver sein, sondern auch die Jugend in den Verbänden soll mehr in den Fokus gerückt werden. Ebenso sucht der KJR frische Gesichter für die Mitarbeit im Vorstand. Um nicht am Bedarf vorbei zu diskutieren, wurden die Interessen und Forderungen der Verbände abgefragt.

„Läuft bei uns!“ – Auch in Sachen Schulbezogener Jugendarbeit geht es stetig voran. So berichtete Claudia Kreuzer mit einer Hörprobe über das noch junge Radioprojekt des KJR bei dem Jugendredaktionen wöchentlich Programm machen und diese seit April von 19 bis 20 Uhr auf Radio Galaxy ausgestrahlt werden.

Über die beiden neuen Aktionen Reiterfreizeit und Mini-Rosenheim beim KJR berichtete Jörg Giesler, der auch Fragen dazu beantwortete und zwei Filme über Mini-Rosenheim zeigte. Dass sich ein Blick auf die Homepage des KJR lohnt, betonte Lisi Redl in ihrem Hinweis auf die angebotenen Fortbildungen für Jugendleiter.

Die Kommunale Jugendarbeit nutzte die Vollversammlung um die Verbände über einiges Neues zu unterrichten. „Feste feiern! Aber wie?“, in diesem Zusammenhang verwies Michaela Truß-Bornemann auf eine Informationsschrift, die bei der Kommunalen Jugendarbeit erhältlich ist. Auf den neuesten Stand im Vorfeld von „myVision“ brachte Lola Kellner die Anwesenden. Die Jugendkonferenz findet heuer vom 18. bis 20 Juli in Breitbrunn statt. Mit „around“ bietet die KoJa ein Radioprojekt auf der Internet Plattform an. Ebenso wandert alle zwei Jahre die Ausstellung „Junge Kunst“ durch den Landkreis, die in der laufenden Woche im Foyer des Landratsamtes eröffnet wurde.

Eine druckfrische Ausgabe des Jahresberichtes 2018 war am Eingang aufgelegt worden. Um Ressourcen einzusparen wurde der Bericht an alle Delegierten per Email versandt und steht auf der KJR-Homepage zum Download bereit. Erika Spohn als Redaktionsmitglied umriss die Arbeiten und Aktivitäten des Kreisjugendringes Rosenheim im vergangenen Jahr. Die Jahresrechnung 2018 wird in der Herbstvollversammlung im November zusammen mit dem Haushalts-Entwurf für 2020 präsentiert.

Zum Abschluss der Versammlung ergriffen einige Delegierte das Wort um ihre Termine bekannt zu geben. So informierte der Trachtenjugendverband darüber, dass am 29. September in Schönau der Landkreisjugendtag des Verbandes abgehalten wird. Am 7. Juli findet das Sommerfest der CPA-Jugend unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ in Bad Aibling statt. Der Kreisfeuerwehrtag wird am 13. Juli in Breitbrunn durchgeführt.

Stellvertreterin Elisabeth Redl überraschte die Vorsitzende mit Blumen. Erika Spohn, die seit der Frühjahrsvollversammlung 1994 seit nunmehr 25 Jahren im Gremium in verschiedenen Positionen aktiv war, resümierte „Jugendarbeit hält frisch!“

Gelegenheit sich auszutauschen und die ein oder andere Frage direkt an den Vorstand zu stellen, hatten die Deligierten im Anschluss.

Text Erika Spohn

Tagesordnung

hier geht’s zur Galerie

 

Bericht Jugendreise nach Israel – Osterferien 2019

Jugendaustausch mit der Wüstenstadt Beer Sheva in Israel Ostern 2019

Es ist Mo., 15. April 2019, drei Uhr morgens: das Flugzeug landet in Tel Aviv und „wir sind da“! Shalömchen Israel!

Eine warme Briese erwartete die 13-köpfige Gruppe aus dem Landkreis Rosenheim. Nach wenigen Stunden Schlaf stand das erste Zusammentreffen mit Austauschpartnern und der offizielle Empfang in Beer Sheva an. Die folgenden Tage verbrachten wir mit einem tollen Programm und der Besichtigung vieler interessanter Orte wie Jerusalem, Tel Aviv oder dem Toten Meer.

Auch außerhalb des offiziellen Programms unternahmen wir viel in der Gruppe: egal ob gemeinsames Abendessen, Kinoabend oder Lasertag – es war immer eine wunderbare, gemeinsame Zeit. Wir lernten viel über die israelische Kultur, vor allem beim gemeinsamen Feiern des Pessachfestes bei den Gastfamilien. Selbst die Feinschmecker kamen nicht zu kurz. Zu jeder Tageszeit wurden wir mit reichlich und vor allem schmackhaftem Essen versorgt. So brachte der ein oder andere schon ein paar Extrapfunde mit nach Hause.

Nach der schönen Zeit fiel der Abschied von der israelischen Gruppe und dem Leiter Hagai schwer. Die Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen heiterte uns ein wenig auf. Unser Fazit: es war Bestens.

Text: Johanna Grimm und Hannah Stauber (Teilnehmerinnen)

2019 Plakat Jugendreise nach Israel

Weitere Informationen findet Ihr HIER

⇒ hier geht’s zur Galerie

Bericht Zuschuss-Seminar – 20.03.2019

Infoabend für alle Jugendleiter/innen und Verbandsvertreter/innen aus dem Landkreis

Mit Moos deutlich mehr los!
Zuschuss-Seminar des Kreisjugendrings Rosenheim am 20. März 2019

Aktionen in der Jugendarbeit sollten nicht an finanziellen Mitteln scheitern. Deshalb ist es für Verantwortliche besonders wichtig zu wissen, wo man Zuschüsse und Unterstützung beantragen kann, damit sich die Kosten für die Teilnehmer/innen in Grenzen halten. Auch aus diesem Grund hatte der Kreisjugendring Rosenheim seinen Verbänden wieder ein Zuschuss-Seminar angeboten. Hier wurden verschiedene Zuschussmöglichkeiten und die Antragstellung vorgestellt, Fragen beantwortet und ein Probeantrag bearbeitet.

Zu Beginn konnte die Vorsitzende Erika Spohn „Volles Haus“ vermelden und die zahlreich gekommenen Interessenten und den kompetenten Referenten Thomas Unger vom Kreisjugendring (KJR) begrüßen. Nach der Vorstellung des Kreisjugendrings ging es ans Eingemachte: die Fördermöglichkeiten und Zuschussrichtlinien.

Geklärt wurde der Zweck der Förderung, die Berechtigung Zuschussanträge zu stellen, Veranstaltungsarten, Freizeitmaßnahmen und Projekte. Es gab Antworten auf die Frage „wer und was“ gefördert werden kann und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Auch die Praxis kam nicht zu kurz und im nächsten Teil wurde auf die Downloadmöglichkeit für die leicht auszufüllenden Formulare auf der Webseite des Kreisjugendrings hingewiesen. Zum Abschluss wurde an Hand eines fiktiven Beispiels ein Zuschussantrag gestellt und durch die Teilnehmer bearbeitet.

Quintessenz war: „Jugendarbeit macht Spaß und das noch mehr mit genug Moos!“.

 

Text und Foto: Erika Spohn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht Fit und Fun im Ehrenamt – 26.01.2019

Neue Ehrenamtliche gewinnen und die Freude am freiwilligen Engagement der Mitarbeiter/innen erhalten

Wie in den Vorjahren, gelang es der Referentin Elisabeth Ternyik die Inhalte des Seminars bewegend zu vermitteln.  Ein interessanter Austausch entwickelte sich gleich zu Beginn mit der Einstiegsfrage: Was war mein erstes Ehrenamt und wie bin ich dazu gekommen?

Nach dem Gespräch über die eigenen Erfahrungen, referierte die Dozentin wissenschaftliche Erkenntnisse über den Wandel im Ehrenamt. Daraus konnten die Teilnehmer/innen viele Anregungen für die eigene Arbeit ableiten.

Eine wichtige Botschaft war, dass die eigene Freude an der Vereinsarbeit sich natürlich auf die Mitstreiter überträgt. Also gilt es auch immer wieder Dinge zu planen und zu ermöglichen, die den Engagierten selber Freude machen.Dies setzte die Seminargruppe gleich bei einer vergnüglichen Mittagsrunde in einem nahegelegenen Café um.

Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmer/innen dann an konkreten „Stellenbeschreibungen“ für die zu besetzenden Aufgaben im eigenen Verein. Eine große Zufriedenheit der Teilnehmer/innen über die Veranstaltung zeigte sich in der Auswertungsrunde.

hier geht’s zur Galerie

Bericht Jugend-Hoagarten am 25. November 2018

Kreisjugendring-Hoagascht in Atzing

Schwungvoll und was die Zukunft der Volksmusik im Landkreis Rosenheim anbelangt auch hoffnungsvoll war der Jugend-Hoagascht des Kreisjugendrings Rosenheim im voll besetzten Vereinshaus des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ in Prien-Atzing. Gut drei Dutzend junge Dirndl und Buam aus verschiedenen Orten und Vereinen und mit unterschiedlichen Besetzungen zeigten zum Teil erstmals öffentlich ihr erlerntes Können. Sowohl instrumental als auch mit Gesang und Mundart wurde frisch und unbeschwert aufgespielt und unterhalten.

Erika Spohn als Vorsitzende vom Kreisjugendring Rosenheim konnte zu dieser Traditions-Veranstaltung einige Ehrengäste begrüßen und auch einige Neuigkeiten verkünden. Zu den Ehrengästen gehörten die Vertreter der Trachtenverbände, unter anderem vom Gebiet Simssee des Gauverbandes  I der Vorsitzende Ludwig Redl mit seinem Vorgänger Bartholomäus Hollinger sowie vom Chiemgau-Alpenverband der Zweite Vorsitzende Georg Westner. Die Kommunalpolitik war vertreten durch Bezirksrat Sebastian Friesinger. Ein besonderer Dank von Erika Spohn galt ihrer langjährigen Mitarbeiterin in der KJR-Geschäftsstelle Renate Fischer. „Wir dürfen nach 36 Jahren der verlässlichen Mitarbeit Frau Fischer in den verdienten Ruhestand verabschieden und wir freuen uns mit Jörg Giesler einen neuen Geschäftsführer begrüßen zu dürfen“, so Erika Spohn, die dann das Mikrofon an Benedikt Mies aus dem Inntal übergab.

Mies übernahm heuer erstmals die komplette Vorbereitung und Ansage des Jugend-Hoagascht und er hieß ganz besonders seinen Vorgänger Jakob Steiner aus Atzing willkommen, der jahrzehntelang mit seiner Frau Traudi das Singen- und Musizieren organisiert hatte. Ein großes Lob an die Veranstalter gab es von der stellvertretenden Landrätin Marianne Loferer vom Landkreis Rosenheim, sie sagte in ihrem Grußwort: „Der Hoagascht des Kreisjugendrings ist oftmals der erste Auftritt und ein gutes Sprungbrett, dies haben wir erst vor kurzem bei der Verleihung des Rosenheimer Kulturpreises an die Geschwister Moosrainer aus Riedering gesehen, deren erster öffentlicher Auftritt war beim Kreisjugendring-Hoagascht in Atzing“.

Gute zwei Stunden lang ließen sich die jungen Bläser, Ziachspieler und Volksmusikanten mit Saiteninstrumenten hören, dazwischen gab es Gesang und Witzeerzählen. Den Abschluss bildete ein humorvoller Gemeinschaftsgesang, den Ansager Benedikt Mies eigens für die Atzinger Veranstaltung einstudiert hatte. Der Refrain des Liedes bei seiner Uraufführung lautete: „Jedes Jahr um Kathrein, fahrn ma auf Atzing miteinand, allesamt mit unserm schönen Gwand“. Zum Dank für das Kommen und Mitmachen bekamen alle Teilnehmer eine Erinnerungs-Tasse mit Schokoladen-Inhalt.

Foto und Bericht: Anton Hötzelsperger

→ zur Galerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht Herbstvollversammlung 15. November 2018

Herbstvollversammlung 2018 des Kreisjugendrings Rosenheim

Viele Ehrungen und eine Verabschiedung

„Was haben die Augsburger Puppenkiste, die ENTE, also der Citroen 2 CV und der Kreisjugendring Rosenheim gemeinsam? Alle drei feiern in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag – und das sieht man ihnen nicht an!“

Mit diesen Worten begrüßte Erika Spohn am 15. November die Delegierten der Jugendverbände, geladene Gäste, Freunde und Aktive in der Jugendarbeit zur Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings in den Räumlichkeiten des GTEV Simssee Süd in Stephanskirchen. In ihrem Bericht ging die 1. Vorsitzende auf die vielen Veranstaltungen und Höhepunkte des Jahres 2018 ein, allen voran natürlich die sehr gelungene 70-Jahr-Feier im Oktober und die erstmalig durchgeführte Film-Matinée Anfang November, bei der die bisher entstandenen Filmprojekte und Radiobeiträge der Schulbezogenen Jugendarbeit vorgestellt wurden. Aber auch das Gedenken an den verstorbenen, ehemaligen 1. Vorsitzenden Walter Mayr wurde nicht vergessen.

Neben zwei Feststellungsbeschlüssen zu Mitgliedschaften und der Vorstellung des Haushaltsplanes 2019 präsentierte sich der Jugendclub Breitbrunn / Gstad e.V. den Gästen und der KJR-Ehrenamtsfilm wurde vorgestellt. Zum Ende der Veranstaltung wurden die beiden Revisoren Curt Wiebel für 30 Jahre und Ludwig Bernhartzeder für 25 Jahre Ehrenamt im KJR geehrt. Auch die Begleitung des KJR seit 1993 durch Lenka Kargol, Kommunale Jugendpflegerin des Landkreises Rosenheim, wurde mit der Überreichung eines Blumenstraußes bedacht.

Den Abschluss der Herbstvollversammlung bildete die Verabschiedung der langjährigen Geschäftsführerin, Renate Fischer, die nach über 36 Jahren zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand geht. Neben der Überreichung von Geschenken durch die Verbände brachten die Kolleginnen der Kommunalen Jugendarbeit ein Ständchen, in denen die Stationen der letzten Jahrzehnte gesanglich zum Besten gegeben wurden. Der schöne Abschluss einer langen Tätigkeit wurde mit den besten Wünschen für die Zukunft verknüpft:

„Alles Gute, liebe Renate, Gesundheit und viel Spaß in den kommenden Jahren! Und Danke für Alles!“

Text: Erika Spohn, Vorsitzende

→ Hier geht’s zur Galerie

Bericht Film-Matinée 4. November 2018

Ehrenamt auf der Kinoleinwand erleben 

Premiere                     

Erste Film-Matinée des Kreisjugendrings Rosenheim in Maria’s Kino Bad Endorf

Freunde mit  gleichen Interessen treffen, Spaß haben, Erfolge feiern, Zeit miteinander verbringen – das sind nur einige Beweggründe dafür, warum Jugendlichen in Vereinen aktiv werden. Was bewegt sie genau, und was machen sie eigentlich? Um ihre Vereine und die Jugendarbeit vorzustellen, bietet der Kreisjugendring seit 2016  Kindern und Jugendlichen aus dem ganzen Landkreis die Möglichkeit, einen Film darüber zu drehen. In einem Workshop lernen sie, wie sie ihre Begeisterung für die Vereinsaktivitäten auf die Leinwand bringen. Auf die Frage „Warum sind wir dabei?“ finden die verschiedenen Jugendgruppen unterschiedliche Antworten: Steht bei den Hilfsverbänden die Rettung von Menschenleben im Vordergrund, so heben die Jugendlichen der evangelischen Jugend in ihrem Film die Gemeinschaftserlebnisse und die Verbindung durch den gemeinsamen Glauben hervor. Dass die Auseinandersetzung mit dem Thema und die gemeinsame Filmproduktion die Identitätsentwicklung fördert, trifft auf alle beteiligten Gruppen zu. Zusätzlich entsteht ein sichtbares Ergebnis, das auf Vereinsveranstaltungen, Bürgerfesten und Ehrenamtsbörsen große Beachtung findet.

Die entstandenen Filme zeigt der KJR innerhalb der Grundschulprojekte im Rahmen der schulbezogenen Jugendarbeit. Geschminkte Wunden beim Bayerischen Jugendrotkreuz und halsbrecherische Brückenabseilaktionen der DLRG-Jugend begeistern die Schülerinnen und Schüler schnell für die Jugendarbeit der Vereine. Die Filme kommen auch deswegen super an, weil sie von Gleichaltrigen entwickelt und umgesetzt wurden.

Die ersten Werke, die in Zusammenarbeit mit dem KJR entstanden sind, wurden am Sonntag, den 4.11. bei einer Film-Matinée in Marias Kino Bad Endorf gezeigt und gefeiert. Zu sehen waren Übungseinsätze des Jugendrotkreuz und der Wasserwacht Jugend Bad Endorf sowie der DLRG Bad Aibling. Mitglieder der evangelischen Jugend Bad Endorf, Aschau-Bernau & Prien berichteten voller Enthusiasmus von ihren Aktivitäten. Vorurteile gegenüber Pfadfinderinnen räumte die Pfadfinderinnenschaft St. Georg aus Bruckmühl mit ihrer Filmstory aus dem Weg.

Zwischen den Kurzfilmen gab es außerdem Beiträge junger Radiomacher zu hören. Es zeigt sich: Ein eigenes Schulradio aufzubauen, ist für viele Schülerinnen und Schüler ein interessantes Angebot. Diese Möglichkeit bietet der KJR seit letztem Jahr in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt. Die Radio AG an der Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld präsentierte auf der Matinée ihren allerersten Beitrag auf „Justus FM“. Von den Radiokids von „PTM Radio – just for you“ der Pauline Thoma Mittelschule in Kolbermoor stammte ein Interview mit einer jungen BMX-Fahrerin aus Kolbermoor, die bereits auf Weltmeisterschaften war. Eine Reportage über den Besuch bei einer bosnischen Tanzschule in Rosenheim machte die „Simseewelle“ der Ottfried-Preußler Mittelschule in Stephanskirchen.

Wie sind die Beiträge entstanden? Hat es Spaß gemacht? Welche Herausforderungen gab es? Davon erzählten die Mitwirkenden – vor und hinter der Kamera/dem Mikro – auf der Bühne. Moderiert wurde der kurzweilige Vormittag von Evi Dettl von Radio BUH.

Die Schulradiosendungen entstanden in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt und wurden finanziert und organisiert vom KJR Rosenheim mit Referenten der medienpädagogischen Fachstelle Q3, die auch die Dreharbeiten begleiteten.

Link: Bericht des Regional Fernsehen Oberbayern – rfo

Hier geht’s zur Galerie ->

 

Bericht 70 Jahr Feier Kreisjugendring Rosenheim

Am 11. Oktober feierte der KJR Rosenheim sein 70-jähriges Bestehen in Neubeuern

Mit einem launigen Rätsel begann Vorsitzende Erika Spohn ihre Rede anlässlich der Jubiläumsfeier. Zuvor hatte sie Gäste, Delegierte, Freunde und Aktive in der Jugendarbeit herzlich begrüßt, darunter auch zahlreiche politische Prominenz.

Besonders freute es sie, dass unter den Gästen viele ehemalige Vorstandsmitglieder und Jugendring-Vorsitzende weilten. Doch Freud und Leid liegen oft nahe beieinander und so gedachten alle, dem erst vor kurzem verstorbenen direkten Vorgänger Walter Mayr, allen Verstorbenen des Kreisjugendringes Rosenheim und allen, die in einer Verbindung zum Kreisjugendring gestanden hatten.

In ihrer Festrede blickte die Vorsitzende Erika Spohn auf den geschichtlichen Hintergrund zurück, ließ die vielfältigen Projekte und Aktionen Revue passieren und malte ein buntes Bild vielfältiger Aktionen und Tätigkeiten des KJR. Stolz ist sie auf die seit 2015 bestehende Koordinierungsstelle „Schulbezogene Jugendarbeit“, wodurch Vereine die Möglichkeit haben ihre Arbeit an Schulen zu präsentieren. Ein Projekt das zurzeit einzigartig in Bayern ist. Aktuell läuft hier ein Filmprojekt. Auch werden Tutorenschulungen und Projektstunden für Grundschüler angeboten.

Seminare und Fortbildungen für die Mitgliedsverbände nehmen einen breiten Raum im Jahresplan des Kreisjugendrings Rosenheim ein und mit Rosenheims Partnerstadt Beer Sheva gibt es seit Jahrzehnten einen Jugendaustausch. Alljährlich im November wird beim Jugend-Hoagascht jungen Musikern und Sängern eine Plattform für ein breites Publikum gegeben.

Auch vergaß sie nicht, sich bei allen zu bedanken, die Jugendarbeit in der genannten Form erst möglich manchen: beim Landkreis und dem Landrat, den ehemaligen ehrenamtlich Aktiven des Kreisjugendringes und ihrem jetzigen Vorstand. Ebenso bei ihrem hauptamtlichen Team im KJR-Büro und der bisherigen, langjährigen Geschäftsführerin Renate Fischer.

Festredner Winni Pletzer, als ehemaliger Begleiter des KJR, betrachtete den Kreisjugendring von der geschichtlichen und jugendpolitischen Seite.

Vor 70 Jahren schlug die Stunde der Jugendgruppen und Jugendverbände, die Stunde der Zusammenarbeit und des Anknüpfens an die demokratisch gesinnten Organisationen vor dem Nationalsozialismus. Man beschritt neue Wege in der Jugendarbeit, indem von Anfang an auf demokratisch organisierte, von staatlichen Stellen unabhängige freie Zusammenschlüsse (örtliche Jugendkomitees), bzw. Kreisjugendausschüsse oder 1947 mit Gründung des Bayerischen Jugendringes und auch des Kreisjugendausschuss Wasserburg mit einer Jugendsatzung gesetzt wurde.

1948 nahm der KJR Rosenheim zu einer Jugenddemonstration in München Stellung und unterstützte das Anliegen: Es ging um die Erhöhung der Fleischrationen auf 600 Gramm pro Monat! Ein weiterer historischer Wendepunkt war im Januar 1962 die Trennung von KJR und SJR Rosenheim und im Juni 1973, als die Kreisjugendringe Wasserburg und Bad Aibling in den KJR Rosenheim eingingen.

Pletzer erinnerte sich an den tumultartigen Verlauf der Vollversammlung im März 1976: Eine neue Satzung und eine neue Geschäftsordnung sollten die Einführung des Verbandsvertretungsprinzips statt Gruppenprinzip ermöglichen. Der KJR steht als Beitrag zur Demokratischen Grundstruktur, da hatte es auch keinen Zweck mehr, wenn 1958 der Kreisheimatpfleger den KJR Bad Aibling als „Tarnorganisation zur Verbreitung und Vertiefung artfremder und anti-heimatlicher Auffassungen“ oder 1973 der CSU-Ortsvorsitzende von Wasserburg die Jugendzentrumsbewegung als „eine Art sozialistische Weltverschwörung mit Langzeitwirkung“ bezeichnete.

Auch legte Pletzer den Finger in die Wunde, wies auf damals wie heute strukturelle Mängel hin und auf die früher, geringe Förderung für die freie Jugendpflege: damals ging es um 500 DM beim KJR Rosenheim.

Während die Professionalisierung beim Stadtjugendring Rosenheim bereits 1983 begann, siedelte er diesen Schritt für den Kreisjugendring Rosenheim erst 32 Jahre später mit der Einführung der Koordinierungsstelle „Schulbezogene Jugendarbeit“ 2015 an. Er beschloss mit einem Aufruf und Bitte zur weiteren Zusammenarbeit, Selbstorganisation und Eigenständigkeit der Jugendarbeit in den Jugendringen.

Sein Fazit: „Die Jugendring-Idee muss man feiern!“

Charmant überbrachte die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer das Grußwort des Landkreises, in dem sie auf die starken Wurzeln des Kreisjugendringes – die sich in sieben Jahrzehnten gebildet haben – vertraute: „Wurzeln geben Halt: Die des Bayerischen Jugendrings bildeten sich im Jahr 1947, als nach den Schrecken des nationalsozialistischen Terror-Regimes neues demokratisches Leben keimte. Vielfalt, Solidarität, Völkerverständigung, Gerechtigkeit, Partizipation – das sind die Grundwerte des BJR, auf deren Basis er zu seinem 70. Jubiläum den Blick in die Zukunft richtet. Und darauf baute auch der Kreisjugendring Rosenheim seine Basis 1948. Bleiben Sie engagiert, denn die Herausforderungen werden Ihnen auch zukünftig nicht ausgehen.“, so Frau Loferer.

Auch die gastgebende Gemeinde, in Person des Bürgermeisters Hans Nowak, sprach ein Grußwort und überbrachte Glückwünsche. Franz Steiner führte routiniert und koordinierend durch den Abend. Da gemeinsames Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhalten und das Miteinander fördern, hatte Wirt Fritz Vornberger ein appetitliches Büfett aufgebaut.

Als künstlerisches Schmankerl wussten die Neurosenheimer allerhand über den Kreisjugendring und dessen Vorstandschaft zu erzählen – schön verpackt in ihre Musik. Die drei „Zammagwürfelten“ umrahmten mit schneidigen Stückerln den Abend.

Eine Fotoreise durch 70 Jahre KJR Rosenheim war im Treppenhaus und den liebevoll geschmückten Tischen aufgebaut und der gelbe Kreisjugendring-Teppich kam erstmals zum Einsatz.

In ihrer Verabschiedung dankte Spohn dem Organisationsteam für die perfekte Vorbereitung dieses gelungenen Abends und bedankte sich im Namen des Kreisjugendrings für die freundlichen Geschenke und Mitbringsel der Gäste.

Text: Erika Spohn, Vorsitzende

Hier geht’s zur Galerie